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 Rückenschmerzen

RückenschmerzenPreis der Evolution?

Aufrechter Gang und aufrechtes Sitzen sind, was uns Menschen von anderen Wirbeltieren unterscheidet. Doch trotz einiger hunderttausend Jahre Erfahrung damit, beherrschen wir den aufrechten Gang und das aufrechte Sitzen noch immer nicht perfekt.

Prinzipielle Ursache von Rückenschmerzen ist ein Defizit an Balance. Ungünstige Körperhaltung beim Sitzen, bei der Arbeit, aber auch Traumata können die konkretere Ursache hierfür sein.

In der Folge greift der Körper zu Ausgleichsmaßnahmen, die einzelne Muskeln, Bänder und Gelenke übermäßig belasten. Das mag über Jahre ohne schmerzhafte Symptome gutgehen. Es kann aber zu unnatürlichem Verschleiß oder Erschöpfung der eingesetzten Knochen, Muskeln und Bänder führen. Dann spüren wir Rückenschmerzen.

Beispiel „Hexenschuss“: er baut sich langsam auf. Zuerst erleben wir kürzere Phasen leichterer Rückenschmerzen, bis bei einer scheinbar banalen Alltagsbewegung das Inferno losbricht.

Auch Kopf- und Nackenschmerzen können ihre Ursache im Rücken haben.

 Kopfschmerzen & Migräne

KopfschmerzenKopf über Hals

Gehirn und Rückennerven bilden das zentrale Nervensystem (ZNS). Der Kopf, über Halswirbel, Schädelbasis, Muskeln, Bänder und eben das ZNS mit der Wirbelsäule verbunden, leidet direkt oder indirekt unter Fehlanpassungen der Wirbelsäule.

In der Medizin kennt man heute ca. 200 Arten von Kopfschmerz. Das Gehirn selbst ist nicht schmerzempfindlich. Doch Hirnhäute und innere Knochenhäute sind mit Nerven durchzogen und reagieren bei Entzündungen, Dehnung, Zug oder Druck mit Schmerzen.

 Bandscheibenvorfall

BandscheibenvorfallKleine Ursache

Die Wirbelsäule ist zwischen den meisten Wirbeln beweglich. Die einzelnen Wirbel müssen deshalb davor geschützt werden, bei Bewegungen aneinander zu reiben. Diese Stoßdämpfer- und Scharnieraufgaben haben unsere 23 Bandscheiben übernommen.

Jede Bandscheibe besteht aus einem Faserring und einem gallertartigen Kern mit hohem Wassergehalt.

Biegt man die Wirbelsäule, belastet man den Randbereich der Bandscheibe. Das bedeutet zwar höheren Druck auf die Bandscheibe als beim Gehen und Stehen. Aber das überlastet sie nicht.

Sind dagegen die zwei Wirbel über und unter der Bandscheibe nicht in Idealposition, wird die Auflagefläche noch kleiner und der Druck auf den betroffenen Bereich der Bandscheibe umso größer.

Im Laufe der Jahre kann der Faserring spröde und rissig werden und der Gallertkern heraustreten. Man unterscheidet Bandscheibenvorwölbung (Protrusion) und Bandscheibenvorfall (Prolaps). Beide können schmerzhaft sein und weitere Folgen haben.

Schon der Schmerz zeigt an, dass Nerven beeinträchtigt sind. Spinalnerven können so stark gereizt werden, dass Taubheitsgefühle und sogar Lähmungen auftreten.

 Nacken- und Schulterschmerzen

NackenschmerzenKopf hoch

Ihr Kopf wiegt ungefähr 6 Kilo. Wenn Ohren, Schultern und Becken in etwa eine senkrechte Linie bilden, ist der Kopf nicht schwer zu tragen. Befindet sich der Rücken nicht in einer Senkrechten, werden Halswirbelsäule, Nacken- und Schultermuskulatur durch das Gewicht des Kopfes übermäßig belastet. Und zu alledem will der Kopf ja auch noch bewegt werden.

Hat man sich eine ungünstige Stellung erst einmal angewöhnt, z. B. bei sitzender Arbeit, machen sich bald Verspannungen in den Muskeln, später Schmerzen bemerkbar. Diese können dazu führen, dass man den Kopf gar nicht mehr bewegen, vor allem drehen, kann.

Ebenfalls betroffen sein können alle Regionen des Körpers, die von Spinalnerven versorgt werden, welche im Nackenbereich aus dem Wirbelkanal austreten.
Karpaltunnelsyndrom, Tennis- und Golfellenbogen sowie Frozen Shoulder Syndrome sind einige solcher Folgeerscheinungen. Sie betreffen im wahrsten Sinne des Wortes unsere Handlungsfreiheit.

 Beckenschiefstand

BeckenschiefstandIm Anfang liegt alles

Einen Beckenschiefstand hat fast jeder Mensch. Meist entsteht er bei der Geburt, oft auch durch einen Unfall in der frühen Kindheit.

Nur ein Becken in Idealposition bietet der Wirbelsäule eine ideale Grundlage. Ist das Becken dagegen nach vorn, nach hinten oder zu einer Seite geneigt, muss die Wirbelsäule „sich verbiegen“. Denn sie muss ja an ihrem oberen Ende den Kopf in dessen Idealposition halten, mit Augen, Ohren und Kinn jeweils auf einer waagrechten Linie. Diese verbogene Position der Wirbelsäule beeinflusst Nerven, Bänder, Muskeln und Organe, die von der Wirbelsäule abhängen bzw. an ihr hängen.

Jetzt wird klar, warum ein Beckenschiefstand meist als Ursache von Erkrankungen auftritt. Sie alle gehen vom Rücken aus. Dies können Verschleiß und Schmerzen in den Gelenken der Beine sein. Es können aber auch Erkrankungen sein, die durch beeinträchtigte Nerven entstehen. Meist zieht das eine das andere nach sich. Oder die Beschwerden treten direkt an der Wirbelsäule – auf wie Rückenschmerzen oder Bandscheibenvorfall.

Eine Korrektur des Beckens kann in diesem Sinne einen ganz neuen Menschen aus Ihnen machen.

 ADS/ADHS

ADS/ADHSMens sana in corpore sano

Schon im Rom der Antike wusste man: Ein gesunder Geist lebt in einem gesunden Körper.

ADS (Aufmerksamkeits-Defizit-Störung) und ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit- Hyperaktivitäts-Störung) kommen bei 3 – 10 Prozent unserer Kinder vor. Sie können körperliche Ursachen haben. Ohne es zu wissen oder anders ausdrücken zu können, fühlt sich das Kind nicht wohl in seinem Körper. Oder von der anderen Seite her betrachtet: Chiropraktik ist nach Erfahrungen in der Praxis bei ADS/ADSH um 20 bis 40 Prozent wirksamer als eine Therapie mit Medikamenten.

Bei der Geburt wird die Wirbelsäule des Kindes extremen Kräften ausgesetzt. Schultergürtel und Becken werden diagonal verschoben, damit sie im engen Geburtskanal nicht breiter sind als der Kopf. Hinzu kommt die Verdrehung der Wirbelsäule um die Längsachse. Haben die Verschiebungen nicht ausreichend Gelegenheit, sich natürlich zurückzubilden, können Beeinträchtigungen des Nervensystems und mehr die Folge sein.

Der Chiropraktiker kann die Wirbelsäule und die abhängigen Organe Ihres Kindes untersuchen und mögliche Fehlstellungen beseitigen. Sowenig wie die Beschwerden durch Zufall auftreten, so wenig werden die durch Zufall verschwinden.